Zum Unterricht mit Kindern

Kleine Gruppen für intensive Unterstützung

Im Malunterricht für Kinder und Jugendliche geht es neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der künstlerischen Fähigkeiten vor allem um die Entwicklung eigener Vorstellungen und Bildinhalte.

 

In dieser sensiblen Phase des Schaffensprozesses erhalten Schüler und Schülerinnen in der Malschule Friedenau den nötigen Raum und die Zeit zur Ideenfindung, die es ihnen erlaubt, den ihnen inne wohnenden Gestaltungswillen im Bild auszudrücken.

 

Nicht nur in der Frühförderung für Kinder ab 5 Jahren hat sich dieses Konzept bewährt. Spielerisches Entdecken der eigenen Kreativität, aber auch Maltechniken und geschultes Sehen werden in allen Altersgruppen - vom Kind bis hin zum Erwachsenen - im Gruppen- und Einzelunterricht vermittelt.

 

Besseres Selbstwertgefühl durch eigene Ideenfindung

In regelmäßigen Abständen werden Themen der Kunsterziehung behandelt. So erfahren die Schüler zum Beispiel alles über einen Bildaufbau, Hell-Dunkel-Unterschiede und die Pinselführung in einem Kunstwerk eines berühmten Malers. Räumliches Denken und Sehen wird dadurch ebenso gefördert wie das Darstellen von Menschen, der Natur und von Tieren in ihren Lebensräumen, sodass jedes Werk als eigenes, mit viel Mut selbst geschaffenes wertvolles Produkt mit nach Hause genommen wird.


So läuft der Unterricht ab

Im Malunterricht wird Deutsch oder Englisch gesprochen. Ein gezieltes Erlernen der deutschen Sprache innerhalb des Malunterrichtes ist nicht vorgesehen, da Schüler und Lehrerin sich verstehen müssen. Er findet regulär in wöchentlichen Altersgruppen von 3 - 11 Teilnehmern statt.

 

Nach einer Probestunde werden 4 weitere Probetermine vereinbart, danach erfolgt eine vertragliche Buchung für 24 Termine (Ferienzeiten nicht mitgerechnet). So werden kontinuierliche Lernprozesse ermöglicht. Buchungen darunter sind für die künstlerisch-persönliche Entwicklung nicht sinnvoll.

 

Als Inhaberin der Schule ist es Corine Grzésik eine Herzensangelegenheit, ihren Schützlingen in freundlicher Atmosphäre größtmögliche Zufriedenheit zu vermitteln. Helle und inspirierende Räumlichkeiten, Lascaux Resonance Gouache Farben und andere hochwertige Künstlermaterialien, sowie gut ausgewählte Musik machen jede Unterrichtsstunde zu einem besonderen Erlebnis.

 

 

 

 

Papageien auf Palmen

 

 

Die Entwicklung des Zeichnens bezogen auf die kognitiven Entwicklungsphasen nach Piaget

Aus: Di Leo, Joseph: Die Deutung der Kinderzeichnung, 1992, S. 43

Alter  
Zeichnung Kognition

0 - 1


 

 

Reflexsituation auf

visuelle Stimuli

Stift wird an den Mund geführt;

Kind zeichnet nicht.

 

Sensorisch-motorische Phase

Kind handelt reflexhaft, denkt motorisch. Bewegung wird mit der Errichtung kortikaler Kontrolle allmählich zielgerichtet.

1 - 2

Kinästhetische Zeichnung

Im Alter von 13 Monaten:

Erstes Kritzeln (Zick-Zack-Linie. Kind beobachtet die Markierungen auf der Oberfläche, zurücklassende Bewegung.

 
2 - 4

Kreise werden vorherrschend, dann einzeln gezeichnet. In einem zufällig gezeichneten Kreis sieht das Kind einen Gegenstand. Das erste graphische Symbol wird gewöhnlich im Alter von drei bis vier Jahren gezeichnet.

Das Kind beginnt, symbolisch zu denken. Sprache und andere Formen symbolischer Kommu-nikation spielen eine wichtige Rolle. Die Sicht des Kindes ist stark egozentristisch. So-tun-als-ob-Spiele. 
4 - 7

Intellektueller Realismus
Zeichnet ein inneres Modell, nicht was tatsächlich gesehen wird. Zeichnet Teile, von denen es weiß, dass sie da sind. Zeigt Menschen durch Schiffsrümpfe hindurch. Transparenzen. Expressionistisch. Subjektiv.

 

Präoperationale Phase (intuitive Phase)

Egozentristisch. Sieht die Welt subjektiv. Lebhaftes Vorstellungsvermögen. Phantasie. Neugier. Kreativität. Konzentriert sich auf jeweils nur ein Merkmal. Arbeitet intuitiv, nicht logisch. 

 

7 - 12

Visueller Realismus
Subjektivität nimmt ab. Zeichnet, was tatsächlich da ist. Keine Röntgen-Technik (Transparenzen) mehr. Menschliche Figuren sind realistischer, proportionierter. Realistischere Farben. Unterscheidet rechte von linker Seite der gezeichneten Figur.

Phase Konkreter Operationen
Denkt logisch. Nicht mehr von unmittelbaren Wahrnehmungen beherrscht. Konzept der Umkehrbarkeit: Gleiche Dinge bleiben gleich, auch wenn sich ihre Erscheinung verändert haben mag.

 

 

12 +

Mit der Entwicklung kritischen Urteilsvermögens verlieren die meisten das Interesse am Zeichnen. Die Begabten behalten es tendenziell bei.

 

Phase formaler Operationen
Betrachtet seine Produkte kritisch. ist fähig, Hypothesen zu erwägen. Kann über Ideen, nicht nur über konkrete Aspekte einer Situation nachdenken.

nb,nbnb,

 Bild, Malkurs, Malschule Friedenau, Berlin, Schüler 8 - 12 Jahre Donnerstagsgruppe, Schüler- und Jugendmalkurs